Nachschub – das oft vergessene Stiefkind

Gerade wenn über Automatisierung gesprochen wird, spricht man meist über eine Steigerung der Produktivität, vor allem der Komissionierleistung. Aus Person zur Ware wird häufig Ware zur Person. Wegezeiten werden reduziert. Ganz oft spricht man davon, ob eine Technik „sich rentiert“ oder nicht, Firmen stellen sich die Frage, welche „Technik“ denn die richtige ist für die künftige Logistik. Aber Fakt ist: Eine Technik alleine betrachtet kann nie wirtschaftlich oder unwirtschaftlich sein! Es ist immer die konzeptionelle Einbindung der Technik, meistens eine Kombinationen verschiedener Prozesse und Systeme, die über die Wirtschaftlichkeit einer logistischen Abwicklung entscheiden. Und nicht selten sind die Betrachtungen – auch bei der Planung von Automatisierungstechnik – zu vordergründig. Das wird schnell klar, wenn man den Extremfall betrachtet: Kommissioniere 1 Teil, schiebe 1 Teil aus dem Vorrat nach. Bei dieser Betrachtunsweise wird schnell klar, dass man genauso gut aus der Reservelokation kommissionieren könnte. Aber wird immer ganz konkret auf das Verhältnis des Nachschubquants zum Kommissionierquant geachtet? Schiebt man in einer gut organisierten Weise die ideale Menge nach?